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Ereignis |
Autor |
| 20. August 1537 |
1. schriftliche Erwähnung Altonas in einem Protokoll, entstanden im "Lohekrug zu Altona". Altona bestand (geschätzt) aus 3-5 Höfen. Es gehört zur 1. Linie Schauenburg, Grafschaft Pinneberg, Vogtei Ottensen. |
Hilmar |
| 15. Mai 1547 |
3 von 5 Höfen Altonas brennen nieder. |
Hilmar |
| 17. Mai 1547 |
Der Hamburger Rat versucht den "Wiederaufbau" der Höfe diplomatisch beim Pinneberger Drosten zu verhindern. Das Dorf Altona hat schon damals bei Hamburger Bürgern "nicht wenig Widerwärtigkeit erweckt". Der Versuch bleibt Erfolglos. |
Hilmar |
| um 1567 |
Niederländer fliehen vor dem inquisitorischen Herzog Alba nach Hamburg. |
Hilmar |
| 1570 - 1600 |
Die Niederländer bleiben länger und beginnen in Hamburg zu arbeiten. Sie werden zunehmend von den Hamburgern abgelehnt. Zu Beginn mit ca. 60 Köpfen wächst Altona durch Zuzug der Niederländer auf ca. 250 Köpfe an und entwickelt sich zur Antipode Hamburgs. |
Hilmar |
| 1621 - 1637 |
Der dänische König Christian IV besetzt vorübergehend die Grafschaft Pinneberg. Kaiser Tilly und andere folgen in kurzen Abständen. Die Besetzungen und die mehrfache Pest zehren an den Kräften der jungen Ortschaft. |
Hilmar |
| 1638 - 1640 |
Graf Otto zu Schauenburg fördert die Ansiedlung weiterer Handwerker in Altona zwecks Einnahmesteigerung aus dieser Region. Vorgänger der späteren Manufakturen entstehen. Altona erlebt ein reges Wachstum. |
Hilmar |
| 1640 |
Nach dem Tod des letzten Schauenburger Erben Graf Otto besetzt der dänische König Christian IV die ganze Grafschaft Pinneberg und erklärt diese zu seinem Besitz. Damit ist er seinem Hauptfeind Hamburg sehr nahe gerückt. Anschliessend folgt eine starke Förderung Altonas. Bau eines eigenen Anlegers und Einsetzung des Vogtes Abraham Mohr. |
Hilmar |
| 1643 - 1645 |
Kämpfe zwischen Dänemark und Schweden führen zu dem Verlust der dänischen Hoheit in Altona. Schweden wüten in Altona. |
Hilmar |
| 1650 |
ca. 2.500 Einwohner. Trotz 30-jährigem Krieg wächst die offene Stadt ungeordnet weiter. Keine Polizei oder Gerichtsbarkeit vorhanden. |
Hilmar |
| Anfang 1660 |
König Friedrich III von Dänemark, als Nachfolger seines Vaters Christian IV, gewinnt wieder die Oberhand und die breite Unterstützung seines Volkes. Er stärkt die Militärmacht Dänemark und führt zahlreiche Reformen im Land durch. Danach wendet er sich, wie zuvor sein Vater, der "Stellung vor Hamburgs Toren" zu und faßt Gedanken des Vogtes Mohr zur Förderung Altonas auf. |
Hilmar |
| 23. August 1664 |
Königliches Dekret: Altona erhält Stadtrecht "Damit die Stadt Altona in ehrlichem Handel, Wandel und Gewerbe auch an Bürgerschaft und Einwohnern zunehmen".
Altona mit ca. 3.000 Einwohnern wird aus der Verwaltung der Vogtei Ottensen herausgetrennt und verwaltet sich von nun an vollständig selbst. Weitere "besondere" und für die Zeit sehr ungewöhnliche Privilegien waren: Ansiedlungsfreiheit für Jedermann, Vollkommene Religionsfreiheit und Gewerbefreiheit ohne Zunftzwang. Darüber hinaus sollten sämtliche Waren in Altona zollfrei umgeschlagen und gestapelt werden dürfen sowie im ganzen Königreich Dänemarkt zollfrei gehandelt werden dürfen. Damit wurde Altona zum ersten modernen Freihafen Europas. |
Hilmar |
| 1667 |
Bereits in diesem Jahr ging der Warenhandel vielfach über Altona, welches ein starkes Wachstum erlebt. |
Hilmar |
| 1679 und 1686 |
König Christin V, Nachfolger König Friedrich III - kriegerischer veranlagt als sein Vorgänger - bedroht Hamburg. Dabei kommt es 1686 zu blutigen Kämpfen. Die Einnahme Hamburgs gelang ihm nicht, jedoch konnte er um 1692 von Hamburg die Anerkennung Altona's als Stadt erreichen. |
Hilmar |
| 1699 bis Juni 1700 |
Auch der Sohn und Nachfolger des dänischen Königs, nun Friedrich IV, war eher kriegerisch veranlagt, was nach einer wiederholten Niederlage zu einer weiteren vorübergehenden Besetzung Altonas durch die Schweden führte. |
Hilmar |
| 02. Mai 1703 |
'Magistratus Verordnung wegen der Fischer' vom 2. Mai 1703 - Ursprung und Grundlage des Fischmarktes in Altona am Sonntagmorgen. |
Dino |
| 1710 |
Mit 12.000 Einwohnern zählt Altona mittlerweile zur zweitgrößten Stadt Dänemarks (Kopenhagen ca. 60.000). Probleme: Korrupter Magistrat, keine Beleuchtung oder Kanalisation und fast keine befestigten Strassen. |
Hilmar |
| 2./3. November 1711 |
Ein Großfeuer wütet in der Altstadt (Kleine Elbstrasse) und vernichtet 80 Grundstücke mit 273 Wohnungen. Ca. 1200 Menschen werden Obdachlos. |
Hilmar |
| bis 1713 |
Die Pest, weitere Brände und Kriege suchen Altona heim. |
Hilmar |
| 7. Januar 1713 |
Nachdem Friedrich IV abermals erfolglos Krieg gegen die Schweden führte, maschierten diese in Altona ein und brennen dieses weitestgehend nieder. Entrüstung und Verurteilung dieser Tat trifft die Schweden. |
Hilmar |
| 16. März 1713 |
Der dänische König ernennt Graf von Reventlow zum neuen Oberpräsidenten von Altona, einer Position, der er sich mit all seiner Erfahrung und vollem Einsatz widmet. Das Stadtprivileg, die Freiheiten und die Aufhebung aller Monopole (Zünfte) werden erneunt betont. Geldsammlungen für das niedergebrannte Altona bringen namhafte Summen zusammen. Claus Stallknecht wird als Baumeister berufen. |
Hilmar |
| 1. Januar 1714 |
Reventlow erhält vom dänischen König weitgehende ("fast diktatorische") Rechte, die er aber vernünftig einzusetzen vermag. Der bisherige Magistrat und einige Beamten werden abgesetzt In der Folge werden Ottensen, Övelgönne und Neumühlen verwaltungstechnisch übernommen. |
Hilmar |
| 1730 |
Nach dem Tod des Königs Friedrich IV verlieren Reventlow und Stallknecht ihren entscheidenden Rückhalt und ziehen sich 1732 zurück. Sie hinterlassen aber ein neues Altona. Der Wiederaufbau nach dem großen Brand in eine "moderne" Stadt" war erfolgreich. |
Hilmar |
| 1732 |
Matthias Jessen, ehemaliger dänischer Gesandtschaftssekretär in London, wird zum neuen Präsidenten ernannt. Seine Aufgabe besteht überwiegend darin, die unter Reventlow herrschende "diktatorische" Verwaltungsform, in eine demokratische überzuleiten. |
Hilmar |
| 1733 |
Die Abgabefreiheit für Baulustige wird um weitere 20 Jahre verlängert. |
Hilmar |
| 1736 |
Der Präsident Jessen stirbt. Der dänische König besucht Altona und setzt Volkmar von Schomburg als Präsidenten ein. |
Hilmar |
| 19. September 1738 |
Gründung des königlichen akademischen Gymnasiums Christianeum. |
Klaus Grundt |
| 1746 |
Altona's Statistik: 15.000 - 16.000 Einwohner, 3.000 Häuser, 4.000 Wohnungen. |
Hilmar |
| 1746 |
Der dänische König Christian VI stirbt, Schomburg geht. Altona wächst stetig. |
Hilmar |
| 1768 |
Dänemark verkauft die Elbinseln Kaltenhove und Finkenwärder an Hamburg. Hier zeigt sich ein erstes nachlassendes Interesse am weiteren Ausbau Altona's von dänischer Seite. |
Hilmar |
| 1777/1778 |
Die Zollfreiheit für Altonaer Erzeugnisse in Dänemark wird aufgehoben. |
Hilmar |
| 1789 |
Die französische Revolution treibt weitere ca. 4.000 Fremde in die offene Stadt. |
Hilmar |
| 1799 |
Engländer blockieren die Elbe. Dies richtet sich zunächst gegen das dänische Altona. |
Hilmar |
| 29. März 1801 |
Dänen marschieren in Hamburg ein. |
Dino |
| 1803 - 1805 |
Die englische Blockade hält an. Nun richtet sie sich aber gegen das mittlerweile "französche" Hamburg. |
Hilmar |
| 1806 |
Altona's Statistik: Ca. 23.000 Einwohner und rund 300 in Altona beheimatete Schiffe mit ca. 3.000 Mann Besatzung. Hamburg hat um 1800 ca. 100.000 Einwohner und erreicht aber erst um 1845 eine ähnliche Anzahl beheimateter Schiffe. |
Hilmar |
| 1807 |
Die Blockade der Engländer und der andauernde Krieg bringen wirtschaftlich schwere Verluste und zahlreiche Verluste für die Stadt. |
Hilmar |
| 1813 - 1815 |
Russische Belagerung und Inflation tragen zu einem weiter starken wirtschaftlichen Verfall bei. |
Hilmar |
| 1832 |
Fertigstellung der ersten "Kunststrasse", der Chaussee von Altona nach Kiel (siehe Kieler Chaussee)
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Jan |
| 1835 |
Altona zählt 26.393 Einwohner. |
Hilmar |
| 1838 |
Behn wird Oberbürgermeister von Altona. |
Hilmar |
| 1840 |
Altona zählt 28.095 Einwohner. |
Hilmar |
| September 1844 |
Der Altonaer Bahnhof (das heutige Rathaus) mit Verbindung nach Kiel wird eröffnet. |
Hilmar |
| 1845 |
Altona zählt 32.200 Einwohner. |
Hilmar |
| 1855 |
Altona zählt 40.626 Einwohner. |
Hilmar |
| 1857 |
Die Strassen Altona's bekommen eine Beleuchtung. |
Hilmar |
| 1859 |
Altona bekommt eine Wasserversorgung und erste Siele. |
Hilmar |
| 18. November 1863 |
Der dänische König verleibt sich mit dem "Grundgesetz" die Herzogtümer ein. |
Hilmar |
| 24. Dezember 1863 |
Der deutsche Bund rückt in Altona ein und beseitigt die dänische Verwaltung. |
Hilmar |
| 1864 |
Altona zählt 53.039 Einwohner. |
Hilmar |
| 30. Oktober 1864 |
Dänemark muß nach verlorenen Kämpfen gegenpreußische und österreichische Truppen im "Frieden von Wien" allen Herrschaftsansprüchen über Schleswig-Holstein entsagen. |
Hilmar |
| 1866 |
Nach kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Preußen und Österreich wird Schleswig-Holstein in den preußischen Staat eingegliedert. |
Hilmar |
| 1866 |
Die Bahnhöfe von Altona und Hamburg werden miteinander verbunden. Vorher wurde schon Blankenese mit Altona verbunden. |
Hilmar |
| 1867 |
Durch die Anschliessung Schleswig-Holsteins an den deutschen Zollverein wird Altona-Hamburg-Wandsbek Zollausland von dem sonst bereits geeinten deutschen Wirtschaftsgebiet. Altona verliert, wie auch schon vorher, viel Gewerbe an Ottensen. Dennoch wächst Altonas Bevölkerung weiter. Stadtkreis Altona mit Ottensen und Neumühlen entsteht. |
Hilmar |
| 1871 |
Stadt Ottensen inklusive Neumühlen. |
Hilmar |
| 1875 |
Altona zählt 84.097 Einwohner. |
Hilmar |
| 1884 |
Der Altonaer Fischmarkt (Fischmarkt) wird vergrößert. |
Hilmar |
| 15. Oktober 1888 |
Das Städtegroßgebiet Hamburg und Altona wird mit dem deutschen Zollgebiet vereinigt. Zollfreibezirk bleibt ein Teil des Hamburger Hafens. Durch die langjährige Zollgemeinschaft mit Hamburg und auch der räumlichen Ausdehnung beider Städte hat ein Verschmelzungsprozeß stattgefunden. Die preußische Regierung betont und unterstützt die Eigenständigkeit der Stadt Altona. Der Hafen wird erweitert und Zollanlagen werden gebaut. Durch diese Maßnahmen verändert sich das Bild der Großen Elbstrasse erheblich. |
Hilmar |
| 1889 |
Nach dem Fall der Zollgrenzen finden Altona und Ottensen wieder zu einem wirtschaftlichem Gleichgewicht. Sie sind mittlerweile zusammen gewachsen. |
Hilmar |
| 1. Juli 1889 |
Die Stadt Ottense-Neumühlen wird in Altona eingemeindet. |
Hilmar |
| 1. April 1890 |
Bahrenfeld, Othmarschen und Övelgönne werden in Altona eingemeindet. Das Stadtgebiet wächst damit von 450 ha auf 2.180 ha und die Bevölkerung von 114.000 auf 143.000 Einwohner an. |
Hilmar |
| um 1895 |
Der Altonaer Hauptbahnhof wir nach Norden verlegt. Das lokale Bahnnetz wird ausgebaut. |
Hilmar |
| 1896 - 1898 |
Das Altonaer Rathaus entsteht in dem ehemaligen Empfangsgebäude des Bahnhofs. |
Hilmar |
| 1. Juli 1927 |
Altona wächst durch die Eingemeindung von Stellingen-Langenfelde, Eidelstedt, Lurup, Osdorf, Großflottbek, Kleinflottbek, Nienstedten. Blankenese, Rissen und Sülldorf von 2.180 ha auf 9.265 ha und von 187.000 auf 232.000 Einwohner an. |
Hilmar |
| 26. Januar 1937 |
Gesetz Groß-Hamburg: Mit Kraftwerdung zum 1. April 1937 gehen Altona, Wandsbek und Harburg-Wilhemsburg sowie weitere Städte auf das Land Hamburg über. Die neue Stadtgemeinde heißt: "Hansestadt Hamburg". Die größte Gemeinde mit 242.000 Einwohnern ist Altona. |
Hilmar |